In einer indischen Stadt...

In einer indischen Stadt drohte eine Choleraepidemie. In dieser Stadt lebte ein Heiliger, der die Cholera zu sich befahl. Sie kam in Person, und der Heilige beklagte sich bei ihr, dass sie soviel Unheil anrichten würde. Die Cholera meinte: „Ich hole 5 Personen, die stehen mir zu. Nicht mehr und nicht weniger.“
Dann brach die Choleraepidemie aus und es starben 500 Menschen in der Stadt. Der Heilige befahl die Cholera wieder zu sich und machte ihr bittere Vorwürfe, dass sie sich nicht an ihr Wort gehalten habe. Die Cholera antwortete: „Ich habe mein Wort gehalten und nur 5 Menschen geholt. Die anderen 495 starben aus Angst vor mir.“


„Was hilft Menschen, mit Stresssituationen auf gesunde Art fertig zu werden? Diese Frage untersuchte die Psychoneuroimmunologie-forscherin Susan Lutgendorf und stieß auf einen wichtigen Gesundheit erhaltenden Faktor : den sense of coherence – den Sinn für die Zusammenhänge des Lebens. Das ist die Fähigkeit, trotz widriger Umstände einen Sinn im Leben zu sehen. In einem Test bekamen 400 Menschen Nasentropfen mit Erkältungsviren. Nicht alle erkrankten. Besonders gefährdet waren jene Menschen, die sich in einem Fragebogen als besonders gestresst geoutet hatten. Der Körper reagiert auf das, was im Gehirn vor sich geht; er reagiert nicht auf das, was in der Umwelt vor sich geht. Ein Mensch, der zur Freude fähig ist und einen Sinn im Leben sieht, selbst dann, wenn dieses ihn mit schwierigen Herausforderungen konfrontiert, entwickelt mehr Immunkraft.“ Aus: Psychologie Heute, Dez. 2002, Die gesunde Leichtigkeit des Seins.